Sankt Petersburg

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Sankt Petersburg – Wenn man beim Fühstück sitzt und Smalltalk hält, oder sich beim Shuffleboard nach den für den jeweiligen wichtigen Reisezielen fragt, landet man mit einer hohen Trefferquote bei Sankt Petersburg. Für uns kann ich das gar nicht so festlegen, aber auch für mich war die zweitgrößte Stadt Russlands der Grund, zu sagen – ja lass uns eine Kreuzfahrt machen.

Die AIDA cara liegt über Nacht und man hat zwei volle Tage für das ehemalige Leningrad, wenn nur das mit dem Visum nicht wäre, denn wer keins hat und da gehören wir dazu, dem bleiben nur die über AIDA gebuchten Ausflüge. So haben wir für beide Tage je einen Ganztagesausflug herausgesucht und gebucht.

Ich hatte mir den Wecker auf 3 Uhr gestellt um die Einfahrt sehen zu können. An Deck hatten noch ein paar Wenige nichts besseres zu tun und so standen wir auf Deck 11 ganz vorn und blickten in Richtung der Mündung der Newa, welche vor uns in den finnischen Meerbusen mündete. Nach einem ersten postiven Blick auf die aufgeschüttete Fahrrinne im Morgenrot, folgten Industrieanlagen links und rechts des Flusses, welche nach Aussage der Crew nach etwa 3 Stunden zu bestaunen wären. So ging es zwei Deck tiefer zum Early Breakfast und dann wieder ins Bett.

Am Ausgang bildete sich eine Schlange, länger und sich langsamer bewegend als in Tallinn, wo wir von Board schlenderten. Hier dauerte es eine Weile, bis wir den Grund vor uns sahen. Die russischen Behörden kontrollierten von jedem das Ausflugsticket und spendiertem dem Reisepass einen Sankt-Petersburg Stempel. Mit dem Bus ging es nach Zarskoje Selo, dem früheren Puschkin. Auf direktem Weg ging es dort zum Katharinenpalast, welcher neben dem legendären Bernsteinzimmer weitere kostbar ausgestattete Räume beherbergt und auch von außen sehr farbenfroh und imposant wirkt. Anschliessend ging es zu Fuß zum Alexanderpalast, welcher rustikal daher kommt, aber eher als der Katharinenpalast den Eindruck von der Bewohnbarkeit wieder spiegelt. Nach dem Mittagessen mit der unvermeidbaren Folklore ging es noch nach Pawlowsk, dem jüngsten der ehemaligen Sommerresidenzen des Zaren. Anschliessend zurück zum Schiff, durch den Feierabendverkehr der nordischen Millionenstadt.

Am nächsten Tag starteten wir mit einer Panoramafahrt durch die Stadt, vorbei an der Universität, der Admiralität und am Dekabristenplatz. Dann über die Dreifaltigkeitsbrücke zur Peter-Paul-Festung, welcher wir uns näher angeschaut haben. Ein Fotostop legte der Bus dann beim Panzerkreuzer Aurora und der Blutkirche (Erlöserkirche) ein, bevor das Mittagessen – natürlich mit Folklore -auf dem Programm stand. Anschliessend ging es zum Winterpalais mit der weltberühmten Erimitage, wo wir die Kunstsammlung besichtigten. Eigentlich ist für ein solches Museum ein Nachmittag zu kurz, aber ich muss gestehen, für mich war es ausreichend hier einen kleinen Einblick zu nehmen. Nach 2 Tagen Sankt Petersburg bleibt bei mir ein gemischter Eindruck zurück. Die Prunkpaläste der Vergangenheit im Gegensatz zu den teils schlimm herunter gekommenen Wohnvierteln in den Aussenbezirken und dem absolutes Verkehrschaos in der gesamten Stadt. Die vielen Straßenmusiker gegen arme kleine Bären als Fotomotiv und eine im Stechschritt buchlesende Uniformierte, welche unser Schiff abschritt – um uns vor der Stadt oder die Stadt vor uns zu bewachen. Uns war es egal wir feierten an Deck eine schöne White Russia Party. 


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