La Goulette – Tunis
Nach einem Tag auf See, macht die AIDA cara im Hafen von La Goulette bei Tunis fest. Wir haben uns entschlossen einen Ausflug zu buchen und die Wahl viel auf die Tour “Rund um Tunis”. Die Fahrt mit dem Bus führte in die Innenstadt von Tunis und auf dem Programm stehen die Souks (Einkaufsgassen) der Stadt. Unser Führer erklärt ein paar Dinge zur Geschichte und Entstehung und empfiehlt die Aussicht von einem der Häuserdächer, dieses Dach gehört zu einem Teppichhändler und im Anschluss an die, sagen wir mal Aussicht, geniessen wir noch eine kleine Einführung in Teppich-Verkaufs-Kunst, ich denke an mein Frühstück, das Wetter und es zieht ein wenig in den Augenliedern. Nach einer halben Stunde ist immer noch keiner in der Gruppe schwach geworden und die Stimmung des Verkäufers wird auch nicht besser, egal wo war ich – Sonne und ich denke an ein Weißbier. Oh, alle stehen auf: die “Vorführung” ist zu Ende. Überstanden. Jetzt geht es ins Bardo-Museum, hier gibt es ein paar Mosaike aus römischen Zeiten zu besichtigen und anschliessend zum Mittagessen in Richtung Karthago, mit der ach so geliebten traditionellen Musik und Tanzdarbietungen. Im Anschluss geht es zu den archäologischen Ausgrabungsstätten mit den Resten des Amphitheaters und den recht gut erhaltenen Antonius-Pius-Thermen. Was man braucht ist viel Fantasie um zwischen den Grundmauern und einzelnen Säulenstücken sich das “Große Karthago” vorstellen zu können. Nach der Besichtigung geht es noch in das im Ausflugsheft als Künstlerdorf beschriebene Sidi Bou Said, dieses ist ein im vorderen Bereich eine Ansammlung von fliegenden, aber nur mittelmässig aufdringlichen Händlern. Das kleine private Museum, mit den schön eingerichteten Zimmern, der weißen Fassade und den blauen Fenstern gibt einen Einblick in das Leben der besseren Gesellschaft am Anfang des vergangenen Jahrhunderts und rettet diesen Ausflug, welcher bei einem Glas Pfefferminztee im Innenhof des Museum`s endete.
Bei einer weiteren Tour durchs westl. Mittelmeer haben wir aus Tunis einen persönlichen Seetag gemacht, an Deck die Sonne genossen und nichts vermisst. Weiter zu den Bildern von: La Goulette – Tunis
Valletta – Malta
Valletta – Malta - Jeder mit dem man spricht, spricht von der grandiosen Hafeneinfahrt. Dabei ist es egal ob selbst erlebt oder davon gehört, das Smalltalk Thema Nr.1 beim Essen, an Deck oder in den Bars. Man ist also eingestimmt. Die Liegezeit ist mit 09:00 angegeben und so ist es nicht verwunderlich, das gegen 8 Uhr fast ein jeder den Weg an Deck gefunden hat. Und es ist wirklich schön, noch schöner jedoch war die Ausfahrt am Abend, mit der untergehenden Sonne und den beleuchteten Häusern am Hang und nur halb so vielen Mitreisenden an Deck.
Die AIDA liegt am Fuße der Altstadt Valletta, der Stadt der Ritter – welche vom Johannitergroßmeister La Vallette 1566 gegründet wurde. Wir beginnen unseren Tag mit dem Besuch der St. Johns Ko-Kathedrale, da einige AIDA Ausflüge dies auch auf dem Programm haben und dann wird es doch immer recht schnell voll. Der Hauptanziehungspunkt der Kathedrale ist das Caravaggio Gemälde mit der Enthauptung von Johannes des Täufers aus dem 16. Jahrhundert. Als nächstes ging es zum Großmeister-Palast, welcher noch Heute Tagungsort des maltesischen Parlaments ist und somit an manchen tagen nur teilweise zu besichtigen ist. Hier haben wir uns noch den Neptunshof und die Waffenkammer angesehen. Den Ausblick von den Oberen Barraca Gärten nennt man auch den Venedig-Blick, denn so werden die drei Städte Senglea, Cospicua und Vittoriosa gegenüber von Valletta genannt. Auch das Schiff ist von hier aus gut zu sehen und natürlich zu fotografieren. Einen Cappuccino später geht es vorbei am Auberge de Castille, dem Amtssitz des maltesischen Premierministers und über den Busbahnhof, mit seinen Orange-Gelben Schönheiten, zurück zum Schiff. Die Ausfahrt geniessen wir wieder an Deck und das kleine Stück von Malta, welches wir an diesem Tag gesehen haben, macht Lust auf mehr Malta.
Palermo
Palermo – Die Sonne im Rücken glitzerte in den Fassaden Palermos, die Berge im Hintergrund waren leicht in Dunst gehüllt, gefühlt aber zum greifen nah. Zum Glück waren wir früh auf den Beinen und haben diesen Eindruck mitgenommen, denn beim auslaufen, am Abend, war davon nicht mehr viel zu spüren und zu sehen. Wir hatten im AIDA Ausflugsprogramm von der “Catacombe dei Cappuccini” gelesen, einer von Kapuzinermönchen geführten Grabstätte mit offen mumifizierten Leichnamen. Mit Navi in der Hand fühlten wir uns gut ausgestattet und machten uns auf den Weg. Leider war an der angestrebten Adresse nichts von den Katakomben zu sehen und so traten wir den Rückweg ins Zentrum an. ( Im nach hinein können wir sagen, wir waren nah dran, denn bei einer weiteren Mittelmeertour mit AIDA, haben wir uns mit dem Taxi zu den Katakomben fahren lassen und da hatte bei dieser Tour nicht viel gefehlt.)
Wir schlenderten über den Wochenmarkt in den engen Altstadtgassen, welche durch die breiten Marktstände links und rechts noch viel schmaler wurden. Besuchten die Kathedrale und das Opernhaus der Stadt, bevor wir schon am frühen Nachmittag den Rückweg zum Schiff antraten. Beim Blick auf die am Morgen so glitzernde Stadt, waren nur noch die vorderen beiden Häuserreihen zu erkennen. Eine Dunstglocke lag über der Stadt und von den Bergen am Horizont war nichts mehr zu sehen.




