AIDA cara – Ostsee
AIDA cara auf der Ostsee, unsere 1. Kreuzfahrt – wie wird das wohl werden ? Wir sind gespannt und haben uns für eines der Schiffe der noch recht jungen AIDA Flotte entschieden die AIDA cara. Auf einer 10-tägigen Tour durch die Ostsee. Von Warnemünde aus erwartet uns und etwa 1200 weitere Passagiere die Hauptstadt Estlands Tallinn. Von hier geht es zur geschichtsträchtigen Stadt Sankt Petersburg in Russland und nach 2 Tagen von dort aus in Richtung Helsinki in Finnland und anschliessend ins schwedische Stockholm ,sowie nach Danzig in Polen. AIDA cara macht auf Ihrem Rückweg noch einen Stop in Mukran auf Rügen, bevor wir wieder am Ausgangshafen in Warnemünde bei Rostock vor Anker gehen und das Schiff verlassen werden.
Warnemünde
Warnemünde – Die Koffer haben wir schon vor 2 Tagen auf Reisen geschickt und diese sollten wir dann auf unserer Kabine wieder finden. Mit dem Zug sind wir mit 1x umsteigen und nach 4 Stunden in der Hansestadt Rostock angekommen. Vom Bahnhof geht es zu Fuß in Richtung Innenstadt und von dort zu den Anlegern der Hafenrundfahrt. Wir kaufen 2 Tickets für ein Teilstück bis Warnemünde. Nach einer Weile sehen wir am Horizont schon die AIDA cara am Cruise Terminal in Warnmünde liegen und uns bietet sich ein grandioser Blick auf das Schiff, welches uns auf unserer ersten Kreuzfahrt, Transportmittel und Unterkunft sein wird. Das kleine Boot der Hafenrundfahrt macht knapp hinter der AIDA cara fest und wir gehen von Board. Wir haben noch etwas Zeit und gehen entlang des Alten Strom´s vorbei an den Hotels Geschäften und Restaurants, in Richtung Leuchtturm und Strand. So richtig interessieren wir uns aber Heute nicht so wirklich dafür und so gehen wir zurück in Richtung Schiff, zum ersten Check IN auf einem Kreuzfahrtschiff. In der Halle stehen nach Decks sortiert, schon sehr viele die auch an Board wollen. Unsere Kabine ist auf Deck 5 und das ist wohl auch eine der längeren Schlangen, zumindest vom Gefühl. Aber es gibt ein paar Softdrinks und man kann schon mal ein bisschen schauen, so sehen also Kreuzfahrt-Touristen aus. Nach Abgabe von Voucher, Reisepass und einlesen einer Kreditkarte wird noch ein Foto gemacht und schon hält man seine Bordkarte in Händen. Vor der Gangway steht noch einmal ein Fotograph welcher einem einen Rettungsring in die Hand drückt und “Chesse”. Wir sind an Board, wir sind auf AIDA cara. Weiter zu den Bildern von: Warnemünde
Tallinn
Mit AIDA cara unterwegs auf der Ostsee, der erste Hafen auf unserer ersten Kreuzfahrt Tallinn, das prägt. Vom Schiff kommend, begrüßt die aus dem 16. Jahrhundert stammende “Dicke Margarete” den Kreuzfahrer. Der ehemalige Kanonenturm ist vier Stockwerke hoch, 22m im Durchmesser und wurde abwechselnd als Verteidigungsturm, Kaserne und Gefängnis genutzt. Er beherbergt das Marinemuseum. Wir haben uns links gehalten und sind zum Rathausplatz gegangen, welcher mit seinen Gildehäusern und dem aus dem 14. Jahrhundert stammenden gotischen Rathaus den Mittelpunkt der unteren Stadt darstellt. Mit dem Bus sind wir von hier zum Freilichtmuseum “Rocca al Mare” gefahren. Es liegt etwas ausserhalb und bietet auf einer 71ha großen Fläche etwa 80 Gebäude, wie Scheunen, Windmühlen, Gasthöfe, Kirchen und Bauernhöfe – welche aus dem ganzen Land zusammengetragen und in dieser kleinen Märchenwelt wieder errichtet wurden. Es bietet einen interessanten Kontrast zum bürgerlich-städtischen Tallinn mit Folklore und leckerem Apfelkuchen. Zurück in der Stadt, ging es hinauf auf den Domberg mit der Alexander-Newski-Kathedrale. Trotz Tageskarte für den Bus ging es dann zu Fuß nach Katharinental, der ehemaligen Sommerresidenz der Zarenfamilie und über den Park zur Sängerwiese mit einer Traumaussicht auf die Tallinner Altsatdt und weiter nach Pirita, einem Austragungsort der olympischen Sommerspiele 1980 und der dortigen Klosterruine aus dem 15. Jahrhundert. Die Rücktour traten wir dann doch mit dem Bus an und so blieb noch Zeit für einen Abstecher auf die 159m hohe Sankt Olaf`s Kirche für einen grandiosen Abschiedsblick auf Tallinn. Es bleiben viele Eindrücke einer sehr sauberen und westlich geprägten Stadt, Tallinn ist eine Reise wert. Weiter zu den Bildern von: Tallinn
Sankt Petersburg
Sankt Petersburg – Wenn man beim Fühstück sitzt und Smalltalk hält, oder sich beim Shuffleboard nach den für den jeweiligen wichtigen Reisezielen fragt, landet man mit einer hohen Trefferquote bei Sankt Petersburg. Für uns kann ich das gar nicht so festlegen, aber auch für mich war die zweitgrößte Stadt Russlands der Grund, zu sagen – ja lass uns eine Kreuzfahrt machen.
Die AIDA cara liegt über Nacht und man hat zwei volle Tage für das ehemalige Leningrad, wenn nur das mit dem Visum nicht wäre, denn wer keins hat und da gehören wir dazu, dem bleiben nur die über AIDA gebuchten Ausflüge. So haben wir für beide Tage je einen Ganztagesausflug herausgesucht und gebucht.
Ich hatte mir den Wecker auf 3 Uhr gestellt um die Einfahrt sehen zu können. An Deck hatten noch ein paar Wenige nichts besseres zu tun und so standen wir auf Deck 11 ganz vorn und blickten in Richtung der Mündung der Newa, welche vor uns in den finnischen Meerbusen mündete. Nach einem ersten postiven Blick auf die aufgeschüttete Fahrrinne im Morgenrot, folgten Industrieanlagen links und rechts des Flusses, welche nach Aussage der Crew nach etwa 3 Stunden zu bestaunen wären. So ging es zwei Deck tiefer zum Early Breakfast und dann wieder ins Bett.
Am Ausgang bildete sich eine Schlange, länger und sich langsamer bewegend als in Tallinn, wo wir von Board schlenderten. Hier dauerte es eine Weile, bis wir den Grund vor uns sahen. Die russischen Behörden kontrollierten von jedem das Ausflugsticket und spendiertem dem Reisepass einen Sankt-Petersburg Stempel. Mit dem Bus ging es nach Zarskoje Selo, dem früheren Puschkin. Auf direktem Weg ging es dort zum Katharinenpalast, welcher neben dem legendären Bernsteinzimmer weitere kostbar ausgestattete Räume beherbergt und auch von außen sehr farbenfroh und imposant wirkt. Anschliessend ging es zu Fuß zum Alexanderpalast, welcher rustikal daher kommt, aber eher als der Katharinenpalast den Eindruck von der Bewohnbarkeit wieder spiegelt. Nach dem Mittagessen mit der unvermeidbaren Folklore ging es noch nach Pawlowsk, dem jüngsten der ehemaligen Sommerresidenzen des Zaren. Anschliessend zurück zum Schiff, durch den Feierabendverkehr der nordischen Millionenstadt.
Am nächsten Tag starteten wir mit einer Panoramafahrt durch die Stadt, vorbei an der Universität, der Admiralität und am Dekabristenplatz. Dann über die Dreifaltigkeitsbrücke zur Peter-Paul-Festung, welcher wir uns näher angeschaut haben. Ein Fotostop legte der Bus dann beim Panzerkreuzer Aurora und der Blutkirche (Erlöserkirche) ein, bevor das Mittagessen – natürlich mit Folklore -auf dem Programm stand. Anschliessend ging es zum Winterpalais mit der weltberühmten Erimitage, wo wir die Kunstsammlung besichtigten. Eigentlich ist für ein solches Museum ein Nachmittag zu kurz, aber ich muss gestehen, für mich war es ausreichend hier einen kleinen Einblick zu nehmen. Nach 2 Tagen Sankt Petersburg bleibt bei mir ein gemischter Eindruck zurück. Die Prunkpaläste der Vergangenheit im Gegensatz zu den teils schlimm herunter gekommenen Wohnvierteln in den Aussenbezirken und dem absolutes Verkehrschaos in der gesamten Stadt. Die vielen Straßenmusiker gegen arme kleine Bären als Fotomotiv und eine im Stechschritt buchlesende Uniformierte, welche unser Schiff abschritt – um uns vor der Stadt oder die Stadt vor uns zu bewachen. Uns war es egal wir feierten an Deck eine schöne White Russia Party. Weiter zu den Bildern von: Sankt Petersburg
Helsinki
Nach dem wir in Sankt Petersburg mit AIDA Ausflügen unterwegs waren, geniessen wir unsere Unabhängigkeit von Zeiten und Routen in Helsinki.
Die AIDA cara liegt etwa 15 Minuten Fußweg vom Stadtzentrum entfernt und unser Weg führt quer durch die Stadt zur Felsenkirche, welche wir vor den Ausflugsbussen besichtigen wollen. Ein Blick auf die Uhr, zu zeitig. Die Kirche öffnet erst gegen 10 Uhr und bis dahin sind es noch gut 90 Minuten. Ein Blick auf`s Navi was schaun wir uns jetzt an. Das Sibelius-Denkmal haben wir noch auf dem Plan und ist in Reichweite. Durch ein paar Gassen und einen Park erreichen wir das Denkmal und sind allein. Ich mache ein erstes Foto und überlege mir von wo ich die eigentlichen Aufnahmen machen möchte, da rollen auf der etwa 50m entfernten Strasse 4 Reisebusse an und aus jeden steigen ca. 50 Japaner mit direktem Kurs auf das Denkmal zu. Der Moment allein war sehr schön, aber jetzt? Wir gehen also zurück in Richtung Felsenkirche und warten noch etwa 30 Minuten auf deren Öffnung. Pünktlich um 10 Uhr öffnet die Kirche und die ersten AIDA Busse sind auch gerade eingetroffen. Wir schauen Sie uns also mit etwa 100 weiteren Besuchern “in Ruhe” an und am Ausgang halten schon 3 weitere Busse, es wird Zeit zu gehen. Auf dem Rückweg in die Stadt kommen wir am Nationaltheater, am Hauptbahnhof und dem Senatsplatz mit dem weißen Dom und der Statue von Alexander des I. vorbei. Wir schlendern über den täglichen Markt und besuchen die Markthalle. Anschliessend machen wir noch eine Hafenrundfahrt, welche an stattlichen Villen und der Meeresfestung Soumenlinna vorbei führte. Auf dem Rückweg zum Schiff haben wir noch die Uspenski-Kathedrale besucht.
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Stockholm
Die AIDA cara bleibt über Nacht in Stockholm, liegt aber nicht so zentral wie ich es mir mit dem schmerzenden Fuß wünschen würde und auf dem Weg in die Stadt überholen uns selbst die älteren Semester mit einem Lied auf den Lippen. Aber es hilft ja nix, unser erstes Ziel ist das Vasa-Museum mit dem auf der Jungfernfahrt gesunkenen Kriegsschiff aus dem 17. Jahrhundert. Von dort aus in den Skansen Nationalpark auf Djurgarden, um auch mal einen echten Elch zu sehen und einen grandiosen Blick auf die Stadt zu geniessen. Von dort zurück in die Stadt machen wir eine Sightseeingtour mit dem Boot durch die Kanäle Stockholms. Vorbei am Nationalmuseum und dem Rathaus führt unser Weg , wieder zu Fuß noch zum königlichen Schloss und in die Altstadt. Zurück auf dem Schiff lege ich mein Bein hoch, mache noch ein Bild vom Sonnenuntergang von Stockholm, welches einen Platz in unserem Wohnzimmer gefunden hat und bin froh den Tag überstanden zu haben. Begeistert von Stockholm und gewillt wieder zu kommen. Am nächsten Morgen geniessen wir an Deck, etwa 4 Stunden lang die Fahrt durch die Schären zurück auf die Ostsee. Weiter zu den Bildern von: Stockholm
Danzig
AIDA cara liegt im Hafen von Gdynia, von hier aus braucht man mit dem Bus eine knappe Stunde bis Danzig. Zumindest haben wir das im AIDA Ausflugsprogramm gelesen und uns entschlossen einen Ausflug zu buchen. Ausflug Nr. 2 heißt Marienburg & Danzig und klingt ganz gut. Am Morgen dann ein Blick aus dem Fenster, es regnet. Nun ja, man kann nicht immer Glück haben. Die Fahrt mit dem Bus zum ersten Stop der Marienburg, dauert etwas über eine Stunde und die im Prospekt aufgeführte Landschaftsfahrt ist grau in grau. In der Ferne erhebt sich roter Backstein unter roten Dächern, die Marienburg. Hier besichtigen wir die alten Wehranlagen und das Burgmuseum. Der Regen lässt nach und am Himmel ist ein wenig Kontrast zu erkennen oder ist das sogar ein wenig blau ? Nach dem Mittagessen, gleich neben der Burg, geht die Fahrt weiter nach Danzig. Die monumentale Marienkirche besichtigen wir bei einem geführten Spaziergang vorbei am Goldenen Tor, dem Langen Markt, Artushof sowie dem Neptunbrunnen und bekommen so einen kleinen Einblick, in die Geschichte der Stadt. Die Rückfahrt zum Schiff dauert wieder etwa 1 Stunde und der Kontrast zwischen der prächtig restaurierten Altstadt und der bei diesem grauen Wetter noch graueren Fassaden der äusseren Wohnbezirke, wirkt bedrückend. Weiter zu den Bildern von: Danzig
